Freitag, 23. September 2016

house on a hill.

Somewhere in the end of all this hate
There's a light ahead
That shines into this grave that's in the end of all this pain
In the night ahead there's a light upon this
House on a hill
The living, living still
Their intention is to kill and they will, they will
But the children are doing fine
I think about them all the time
Until they drink the wine and they will, they will, they will

Somewhere in the end we're all insane
To think a light ahead can save us from this
Grave that's in the end of all this pain
In the night ahead there's a light up on this

House on a hill
The living, living still
Their intention is to kill and they will, they will
But the children are doing fine
I think about them all the time
Until they drink the wine and they will, they will, they will

I am not afraid
I won't burn out in this place
My intention is to fade and I will, I will
In this

House on a hill
The dead are living still
With intentions to kill and they will, they will
Keep your children safe inside
Out of pocket, out of mind
Until they drink the wine and they will, they will, they will
(house on a hill - the pretty reckless)


3,2,1
ich beginne zu zittern. ekelhafte 21 jahre alt. ich will nicht. ich will nicht. ich will nicht. aber es ist die realität. es ist fucking 2016. 

ich habe gerade meinen eigenen geburtstagskuchen gebacken. ironie des schicksals oder so. ich habe keine ahnung. dieses jahr wird es keine feier geben. kein besuch. keine geschenke. okay das päckchen von meinem onkel mit den beiden büchern wird kommen, aber das ist okay. da weiß ich, was passiert. ich habe angstangstanst, was von den erzeugern kommt. ich will meine ruhe. werde fliehen. fahre nach juist. komme erst dienstag wieder. in der jugendherberge gibt es kein veganes essen. ich habe für die fahrt zwei babygläschen und für jeden tag einen clifbar. das muss reichen. irgendwas muss die fresserei ausgleichen.

das wunderkind hat mich gefragt, wen ich denn mitnehme in den urlaub. für mich ist es wieder nur ein davonkommen und das ist ja bekanntlich ein hässlich verpacktes geschenk. es wird niemand mitkommen. wer auch? ich habe ja niemanden. und dann werde ich ins meer spucken, wie s. immer gesagt hat. damit sich eines tages unsere spucke trifft, die sie im urlaub ins meer gespuckt hat. mit dem unterschied, dass s. mal wieder nichts von mir wissen will. sobald ich schwäche zeige, rennt jeder davon. ich dachte, dass wir uns wieder nähern könnten. dass es so wird wie damals, hatte ich nie erwartet. aber ein kleines bisschen kontakt. schließlich habe ich sie mal beste freundin genannt. aber das kann ich mir wohl abschminken. lese die alten briefe von ihr. wie sie schrieb, dass ich mich nicht zu verstellen brauche und einfach anna sein soll. aber wenn ich genau das tue, rennt jeder weg. und wer bin ich überhaupt? ich weiß es nicht mehr.

ich kann das nicht mehr. habe ein bild auf instagram gepostet. will nur noch verschwinden. menschen nennen mich schön. ich bin nichtschön. ich bin ein monstermonstermonster. fresse seit drei tagen pausenlos. dieses bild ist erträglich. wenn ich so im sarg aussehe, ist es okay. ich stelle mir die ganze zeit vor, dass ich ganz friedlich im sarg liege. legt mich genau so hinein und dann lasst mich untergehen. im meer. ich gehe mein leben lang unter, dann möchte ich auch, dass mein körper dort endet.

Mittwoch, 21. September 2016

homeward bound.

A leaf in the breeze
The smoky morning haze
The sun on her face
And the touch of lovers hands
The pain that comes today
Is here, then goes away

And we are homeward bound
And I
I want this more than life
I want this more than life
I want this more than life
To touch something real
Will help your wounds heal
Like the sun on your face
The dreams of starry nights

And we are homeward bound
And I
I want this more than life
I want this more than life
I want this more than life

I want this more than life
(more than life - whitley)

ich werde flüchten vor diesem schrecklichen tag. fahre freitag spontan ans meer. das lässt es mich hoffentlich besser aushalten. und wenn nicht, kann ich meinen fetten körper einfach untergehen lassen. ich habe mir sowieso immer eine seebestattung gewünscht, da kann ich das auch selbst machen. niemand wird mich vermissen. auf einmal kommt alles hoch. ich kann nicht mehr verdrängen. meine schwester schickt mir glückliche bilder von sich und mama aus florenz. mir hat niemand etwas gesagt. sie ist so oft unterwegs. hat freunde, die gerne mit ihr wegfahren. und ich? ich habe niemanden. ich verschwinde in der stille und hoffentlich bald im rauschen der wellen. das glück ist ungefähr so real wie ein science fiction film real ist. ich stopfe mich mit essen voll. schlage meinen kopf gegen die wand. würde mir am liebsten die arme aufschneiden, habe aber keine lust, meine chefin zu beunruhigen und mit ihr über mein ach so schlimmes leben zu fachsimpeln. ich steigere mich da sowieso wieder in irgendwas hinein. freundschaft werde ich wohl niemals verstehen, von liebe mag ich gar nicht erst anfangen. wenn ich schon an so viel nähe denke, wird mir schlecht. ich habe zu oft zu viel gegeben für menschen, die mich am ende alle im stich gelassen haben. hatte ich jemals auch nur eine einzige freundschaft? ich habe immer alles alleine geschafft. irgendwie. da bin ich wenigstens nicht an andere menschen gebunden. menschen, die so sehr angst machen können. die wenigsten sind achtsam genug, um zu verstehen, wann es zu viel wird. wann grenzen erreicht sind. sie meinen es bestimt nicht böse, aber eine falsche berührung kann solch eine angst auslösen, dass ich mich für die nächsten wochen bei niemandem mehr melde. ich bin immer noch viel zu viel. die elitedonuts sind so lieb. hören sich all mein geheule an und trotzdem habe ich das gefühl, dass ich störe. am besten breche ich den kontakt zu allen menschen ab. dann habe ich wenigstens keine verpflichtungen mehr. halt kann ich sowieso nicht erwarten. niemals nie. auch wenn sich klein anna immer wieder an alle möglichen menschen hängt, weil sie sich so sehr einen papa wünscht, der aufpasst. aber den wird es nicht geben. nicht in diesem leben. ich bin auf dem heimweg. dem letzten meines kläglichen lebens. ich werde davonwehen. wie ein blatt im wind.

Sonntag, 18. September 2016

under the water

Lay my head, under the water
Lay my head, under the sea
Excuse me sir, am I your daughter?
Won't you take me back, take me back and see?

There's not a time, for being younger...
And all my friends, are enemies
And if I cried unto my mother
No she wasn't there, she wasn't there for me

Don't let the water drag you down (Don't let the water drag you down)
Don't let the water drag you down

Broken lines, across my mirror
Show my face, all red and bruised
And though I screamed and I screamed, well, no one came running
No I wasn't saved, I wasn't safe from you

Don't let the water drag you down (Don't let the water drag you down)
Don't let the water drag you down

Don't let me drown, don't let me drown in the waves
I could be found, I could be what you had saved

Saved, saved, saved...

Lay my head, under the water
Aloud I pray, for calmer seas
And when I wake from this dream, with chains all around me
No, I've never been, I've never been free

No, I've never been, I've never been free
No, I've never been, I've never been free
 
(under the water - the pretty reckless)
 
 
 
lasst mich untergehen in dem meer. ich halte diese woche nicht aus. ich kann das nicht. will doch nur noch verschwinden. verstecke mich in der stille. beginne wieder, essen in mich hineinzustopfen. noch ist es recht kontrolliert. ich kann das stoppen. für mich ist es zuvielzuvielzuviel. obwohl es wohl eigentlich genau das ist, was mein körper braucht. drei tage hintereinander funktionieren. jetzt ist keine kraft mehr da. gestern habe ich schon um neun geschlafen. war dann zwar alle paar stunden wach (um elf, um fünf, um sieben, um acht), aber es war notwendig. fühlt sich immer noch blöd an. genauso wie der schokoriegel gerade, aber den hat sich klein anna so sehr gewünscht und es war auch wirklich lecker (vivani dark nougat croccante, wird irgendwann mal in großen mengen im schokoladenoutlet bestellt, wenn das mit dem essen stabiler ist). ansonsten muss ich irgendwie durchhalten. ich habe so angstangstanst vor dieser woche. nienienie wollte ich 21 werden. niemals. es ist das erste mal ohne scheinheilige familienfeiern und heimliches flüchten von ebendiesen. ich habe nicht den geringsten plan, was ich dieses jahr damit anfangen soll. am liebsten würde ich vorher verschwinden. aber wenn ich es doch ertrage, kann ich vielleicht arbeiten oder mich mit essen vollstopfen. was für überaus tolle pläne. von den billigen plätzen kommen gerade vorschläge von blutbädern, bahnschienen und brücken. hätte was. irgendwie.

Sonntag, 11. September 2016

I'm not broken, I'm alive
I've been kicked down, but I'll survive
never give up, never hide
I won't go down without a fight
you can drag me down till I'm out of breath
you can rip my heart right out my chest
not broken, I'm not broken
(not broken - girl on fire)

ganz langsam und unbemerkt habe ich mich wieder in der stille verkrochen. es ist so viel leichter. aber ich will das nicht. klar, ich bin immer noch viel zu lautlautlaut, sodass es weh tut, aber meine stimme zu verschlucken ist so unfassbar schmerzhaft, dass ich irgendwie einen mittelweg finden muss. aber wie geht über das unsagbare schreiben und reden, ohne zu sehr nach aufmerksamkeit zu schreien? wer sagt mir, dass ich mich nicht in irgendetwas hineinsteigere? und dann schreit es wieder im hinterkopf, dass ich doch überhaupt nicht krank bin. darf ich mich über die schlimmen stunden beschweren, wenn es auch lichtmomente wie heute gibt? es war so schönschönschön. draußen klettern gehen. die freiheit spüren. und das erste mal unbekannte routen einfach vorsteigen, weil n. eine verletzung hatte und b. noch nicht vorsteigen kann bzw. deutlich schwerer als ich ist. also habe ich alles gemacht und es hat funktioniert. den ganzen tag unter leuten ausgehalten. keine angst vor b. haben, obwohl er männlich ist. bauchfrei rumrennen und mich nicht die ganze zeit verstecken wollen (okay, der klettergurt war genau an der stelle und die hose habe ich hochgezogen, aber trotzdem). ein brötchen mit unbekannten kalorien essen. abends rein gar nichts von meinem essen abwiegen. noch tonnen von obst in mich hineinstopfen und dann beschließen, dass wohl heute cheatday ist. jetzt angst haben, dass ich es später bereuen werde. dazu ein bisschen angst vor morgen. oder eher ein bisschen mehr. erst zum gesundheitsamt wegen der lebensmittelbelehrung für die arbeit und danach noch arbeiten. es sind zwar nur vier stunden und auch nur die mittelschicht, sodass ich um 20uhr feierabend habe, anstrengend wird es aber definitiv. ich hoffe, dass ich durch das ganze essen heute ein bisschen mehr energie haben werde und nicht zwei tage pause brauche, bis ich wieder sport machen kann. essen habe ich relativ gut unter kontrolle. ich finde es okay, auch wenn ich natürlich weiß, dass ein mensch, der viel sport macht mit 1200kcal nicht so ganz klarkommt (aber keine wirklichen fressanfälle mehr, juhu). deshalb fuckt der körper auch ein bisschen ab und macht nach einem powertag eben zwei tage lang pause. mich regt es auf, aber mehr essen fällt so schwer. und der zustand, wenn ich durch zu wenig energie leicht weggetreten bin und so vor mich hin dissoziiere, passt mir momentan ganz gut. ich schiebe all die gedanken weg. funktioniere bis es nicht mehr geht. mache pause. funktioniere. pause. funktionieren. zusammenbrechen. funktionieren. überleben.

Träumer