Montag, 21. März 2016

verwirrt

ich habe immer noch keine entscheidung mit dem ganzen therapiekrams. warum ist das nur alles so kompliziert? aber hey, immerhin bin ich nicht einfach heulend weggerannt wie sonst immer. ich habe tatsächlich mal angesprochen, was mich stört und dabei echt rotz und wasser geheult. scheinbar (oder anscheinend? der prof für allgemeine psychologie hatte das letztes jahr mal erklärt, ich kann mir den unterscheid aber nicht merken..) haben da einige anteile doch ein paar dinge missverstanden. richtig sicher fühlen wir uns da zwar nicht, aber es wird besser. erstmal ist die entscheidung jetzt vertagt und ich habe die chance, mir noch andere therapeuten anzusehen. falls ich denn irgendwo termine ergattern kann. leben ist anstrengend. hatte ich erzählt, dass ich in vier wochen nen termin beim psychiater habe? ich bin ein bisschen stolz. aber eigentlich ist es schon fast zu lächerlich als dass ich stolz darauf sein könnte.
ansonsten bin ich noch ganz nett erkältet und habe zwei tage lang heulend im bett gelegen. ganz wunderbar. und weil man ja auch immer was positives erzählen soll (hab ich zumindest mal so gehört), hier die highlights des tages: nennt mich ab sofort schnäppchenqueen, denn ich habe ein primaveraöl statt für 8€ für 2,50€ bekommen und der pukka tee war im denn's auch um einen euro reduziert. ach und ich hab nen kuchen gebacken. der ist jetzt schon zur hälfte leer (war bestimmt die maus oder so. mist, ich hab keine maus. war dann also hasi oder rudi oder doch mei? und wenn die es auch nicht waren, kann es nur der sorgenfresser gewesen sein.. vielleicht wollte er mal etwas anderes essen als immer nur sorgen. so wird es wohl gewesen sein.). ich gönne mir jetzt auf jeden fall nen tee und versuche irgendwie dieses ganze viele chaos in meinem kopf zu ordnen, das ich hier schon wieder ganz wunderbar unter meinem humor verstecke. aber ohne humor würde ich echt ausrasten, deshalb ist das wohl gar nicht die schlechteste variante, um mit dem mist klarzukommen. (sagt mir mal bitte ehrlich, ob das überhaupt humor ist oder einfach nur wirre gedanken. vielleicht finde ja nur ich dieses geschwafel lustig..)

Samstag, 19. März 2016

tränenmeer

ich weine und weine und weine. liege mit dem zoo im bett. ich kann nicht mehr.

Freitag, 18. März 2016

untergegangen

bitte nur lesen, wenn ihr die schonungslose wahrheit ertragt. es tut mir leid.

entscheidungen

ich hasse es, entscheidungen treffen zu müssen. ich will ja hilfe. also wirklich. ich möchte an mir arbeiten. aber nicht so. da ist diese unfassbar große distanz, die gerade die kleinen anteile nicht verstehen können. sie fühlen sich komplett unerwünscht, weil die therapeutin immer nur mit mir reden möchte und die kleinen keine stimme haben dürfen. ich finde allerdings schon, dass sie auch eine daseinsberechtigung haben, denn sie gehören doch zu mir. und sie sind ja nicht ohne grund entstanden. und wenn da gerade so viel schmerz und angst ist, dass ich zu einem kleinen verängstigten kind werde, das in dem moment einfach nur gehalten werden möchte, dann mag ich dieses kind nicht wegschicken. so hat die kleine doch noch viel mehr angst. ich muss sie halten und ihr zeigen, dass nichts passiert. und wenn ich das in dem moment nicht kann, dann erwarte ich von einer therapeutin auch hilfe dabei. in der letzten stunde habe ich alles geregelt, weil die kleinen schon so eine angst hatten, dass sie sich gar nicht herausgetraut haben. selbst mein trotzanteil nicht. und die kleine hat es eigentlich faustdick hinter den ohren und immer einen blöden spruch auf lager. stattdessen musste ich für sie sprechen und das ist sehr anstrengend, wenn ich gleichzeitig auch noch die schutzkugel zusammen mit lilly und henry aufrechterhalte, damit die gemeinen worte abprallen können. ich bin ja froh, dass ich diese beiden schutzengel habe, ohne wäre es noch viel komplizierter, einen schutz zu bauen, aber das kostet eben auch kraft. und wenn all diese programme parallel laufen müssen, damit sich diese therapeutin bereiterklärt, mir zu helfen, dann ist das wohl ein bisschen viel verlangt. und ihr blöder spruch, dass sie ja eine therapeutin für erwachsene ist und kindern nicht helfen kann, ist sehr resprektlos. die kleinen können doch nichts für ihre existenz. ihnen jetzt noch eins reinzuwürgen hat es nur schlimmer gemacht. mittlerweile laufen alle schutzmechanismen auf hochtouren, dabei sollte doch gerade in der therapie raum sein, um die mauern fallen zu lassen. und auch so fragen, was ich denke, was für eine diagnose ich haben könnte, finde ich bescheuert. wenn sie es genau wissen will, dann soll sie verdammt nochmal ne diagnostik mit mir machen und nicht wilde vermutungen anstellen. ich habe auch das gefühl, dass sie mich mehr als problem als als menschen sieht. sie ist so kalt, genau wie ihr blödes zimmer. da ist überhaupt nichts bunt. sterile weiße wände und nichtssagende bilder. in dem raum habe ich mich von anfang an unwohl gefühlt. ich hatte nur so sehr gehofft, dass ich endlich jemanden gefunden habe, der mir helfen kann. jetzt geht der ganze therapeutensuchstress von vorne los. vielleicht sollte ich wirklich nochmal nach heiligenfeld gehen. dort war ich wenigstens ein mensch. ich vermisse frau h. so sehr. das war die beste therapeutin, die ich jemals hatte. es waren nur sechs wochen, aber sie hat mir so viel helfen können. sie war so nah. hat auch mal geschichten über sich erzählt. ich war ein mensch mit geschichte und kein problem.

Dienstag, 15. März 2016

immer noch nicht schlauer

ich habe keine ahnung, was ich tun soll. heute war ich auf jeden fall mehr präsent in der therapie. sagt man das so? ich weiß es nicht. auf jeden fall kam der kindergarten in mir auch mal zu wort, aber ich durfte sprechen. oder musste ich? die kleinen haben mich vorgeschickt, sie hatten zu große angst. gerade nach der stunde letzte woche. juhu, ich durfte alles regeln, aber sie haben ständig dazwischengefunkt, weil ich es ja doch nicht richtig gemacht habe. jaja, erst soll ich reden, aber am ende wollen sie doch alles selbst machen. ich bin ein bisschen genervt von den vielen fragen. denn was soll ich sinnvolles auf die frage antworten, was ich den ganzen tag mache, wenn ich doch nur im bett liege und videos und blogs ansehe? naja gut. ich habe noch die eine probestunde nächste woche. aber ob eine therapie im moment wirklich das richtige ist, weiß ich auch nicht. und wenn dann müsste ich eh noch wochen warten, weil der ganze gutachtenkrams erst bei der krankenkasse durchmuss.. die therapeutin weiß auch nicht so ganz, ob das alles so funktioniert. und mein trotzanteil nimmt sie sowieso nicht für voll. aber das tut die kleine sowieso nie. egal, welche ratschläge gemacht werden, erstmal ist alles doof. dazu kommt immer noch der scheiß psychiatermist. die therapeutin will unbedingt, dass ich mir jemanden suche. ich halte von der idee immer noch recht wenig. das hab ich aber nicht gesagt, wär irgendwie doof gekommen. ach und dann kam das gespräch noch auf dis und multipel sein. sie wollte tatsächlich von mir wissen, ob ich denn denke, ob ich es bin oder nicht. nein, ich glaube das tatsächlich nicht. dafür bin ich noch viel zu sehr ich und eine person und habe in gewisser weise eine kontrolle, auch wenn da ganz viel kind ist. in einem nebensatz meinte sie dann, dass es ja auch ganz viele abstufungen davon gibt. ich weiß nicht, was mir das jetzt sagen soll. bin ich doch ein bisschen anteilsmäßig unterwegs, aber vielleicht nur so halb? ich bin verwirrt. aber es ändert ja nichts an der tatsache, dass da teile von mir sind, die ganz viel aufmerksamkeit brauchen. und richtig verärgert hat mich der satz, dass ja fast alle menschen traumatisiert seien. ich hab erst im nachhinein wirklich darüber nachgedacht alle menschen traumatisiert? dann würde die welt aber anders aussehen.. na gut, jedem seine meinung. an sich sagt sie ja doch schlaue dinge, aber da ist so schrecklich viel distanz, mit der die kleinen nicht gut klarkommen. immer muss ich vermitteln, sonst geht es wieder so sehr schief wie letzte woche. sie ist einfach so stark abgegrenzt und in gewisser weise fordernd. vielleicht ist es ihre art, mit all den geschichten umzugehen, aber ich weiß nicht, ob ich das kann. und die kleinen wissen es erst recht nicht. wir lesen jetzt noch ein bisschen. das buch von marie meimberg: sei du selbst, alles andere wirst du eh verkacken.

Sonntag, 13. März 2016

träume

ich habe keine ahnung, was das hier für ein text wird, weil sich meine meinung im sekundentakt ändert, aber gut, ich schaue einfach mal, was passiert.

ich hatte mir eigentlich fest vorgenommen, klettern zu gehen. stattdessen habe ich seit einer woche meine wohnung nicht verlassen. okay, einmal zum briefkasten und zurück schon, aber das zählt nicht. ich habe die meiste zeit im bett gelegen und überlebt. ich habe mit lieben menschenkindern geschrieben. (danke anna und josi). ich habe mich aufgeregt über meine therapeutin, von der ich nicht weiß, ob ich überhaupt eine therapie bei ihr anfangen will. noch ist der antrag ja nicht gestellt. dann habe ich das mit dem telefonieren versucht und bin kläglich gescheitert. und so haben sich meine gedanken überschlagen, dass ich den mist einfach absetze. bringt ja doch nichts. schlafe ich eben nicht mehr und ob mich bunte pillen glücklicher machen, weiß ich ehrlich gesagt auch nicht. ich habe da eh schon die dosis halbiert, mehr habe ich auch gar nicht verdient. und falls ich mich doch noch überwinden sollte und bei der ganzen sache glück habe, auch einen termin beim psychiater zu bekommen, dann habe ich mir jetzt zumindest zeit verschafft. 
ich werde im nächsten semester weiter studieren. da können noch so viele schlaue menschen kommen und mir sagen, dass das ne blöde idee sei. es ist meine entscheidung und dabei bleibts auch. ich mach ja auch nur statistik, darauf freue ich mich schon seit einem jahr und das nimmt mir hier keiner weg! ende aus. und ich werde auch in keine blöde tagesklinik gehen. ja, vielleicht bin ich nicht immer erwachsen und ja ich weiß auch, dass ich mich um kindliche anteile kümmern muss, aber ich bin immer noch ein mensch. und wenn ich nicht mehr bevormundet werden will, dann ist das so. außerdem muss ich mal lernen, mit meinem leben klarzukommen und das lerne ich verdammt nochmal nicht, wenn ich schon wieder in einer klinik sitze, die mit realem leben nichts zu tun hat. 
all dieses chaos werde ich meiner therapeutin morgen vor die füße kotzen und schauen, was passiert. wenn ich dann nicht ernst genommen werde, dann gibt es vielleicht erstmal keine therapie mehr. ich habe ehrlich gesagt auch nicht das gefühl, dass mir jemand helfen kann. das herumstochern in alten geschichten macht ja alles nur schlimmer und mit den blöden skills will ich auch nichts mehr zu tun haben. das nervt einfach. ich weiß, was hilft und was nicht. und wenn ich leiden will, weil es das alles realer macht, dann ist das auch okay. 
ich möchte doch einfach nur ernstgenommen werden und nicht, dass mir ständig jemand seine meinung aufdrückt. ich fühle mich komplett bevormundet. genau wie früher. als ich auch nichts zu sagen hatte. falls ich dann irgendwann doch hilfe möchte, werde ich mich wohl nochmal auf die warteliste für heiligenfeld setzen lassen. da war ich wenigstens mensch und nicht nur die bekloppte xy von zimmer 3. 

und ansonsten? ich schwanke zwischen großen träumen und suizidgedanken. das ganze hält sich ziemlich die waage. ist vielleicht gar nicht schlecht. jetzt gerade bin ich wieder beim träumen. vorhin habe ich ostwind gesehen und das hat dafür gesorgt, dass ich mir meinen großen traum, einen wanderritt durch island zu machen, endlich erfüllen werde. ja, das ganze ist verdammt teuer, aber wofür haben denn meine eltern dieses ganze geld für mich angehäuft? ich will es ja eigentlich gar nicht haben. aber jetzt kommt es mir ganz gelegen. meine seele können sie sich trotzdem nicht kaufen und ein reines gewissen schonmal gar nicht. spätestens nächstes jahr im sommer will ich fliegen und den wind im gesicht spüren.
und im mai werde ich mit auf den geocaching kurs fahren. bis dahin bekommt mich niemand in eine klinik. ich will leben irgendwie. ich will nicht bloß überleben und ständig überwacht werden. ja, ich schnippel hier und da noch munter an mir rum, aber die komische reaktion meiner therapeutin letzte woche hat eher noch dafür gesorgt, dass es häufiger passiert. je weniger aufmerksamkeit das ganze bekommt, desto besser für mich. ich bin müde, an mir zu arbeiten. ich will richtige, echte erlebnisse. ich will fühlen, lachen und weinen. ich will nicht mehr seltsam angesehen werden. ich will sagen können, was ich denke. ich will endlich frei sein. 
das blöde an der sache ist nur, dass mich jede kleinigkeit, die nicht nach plan läuft, aus dem konzept bringt und mich ins andere extrem stürzt. eine woche fast nichts essen. dann eine woche fressen. eine woche heulen. kommt jetzt eine woche euphorie? ich weiß es nicht. ich weiß nur, dass ich träume habe und sie mir endlich erfüllen will. und ich gebe nen scheiß auf professionelle ratschläge, die mir im weg stehen. denn ratschläge sind verdammt nochmal auch schläge!

Freitag, 11. März 2016

seelenmangel

meiner seele fehlt ein stück
eigentlich ein bisschen mehr
das mag ich aber nicht verraten
also psst
sonst kann ich nämlich ganz gut raten
glaube ich zumindest
ich habe also eindeutig einen seelenmangel
bin schon lange kein mensch mehr
ich bin vergiftet
oder vielleicht ist es doch nur ein
selenmangel?
selen ist bestandteil von schutzenzymen
selen ist wichtig für die entgiftung des körpers
ich wusste schon lange, dass da was faul ist
mir fehlt die seele
ich kann nicht mehr fühlen
ich kann mich nicht fühlen
ich kann mich nicht füllen
ich zerfalle
immer mehr
das gift gewinnt


mehr über selen.. mir fehlt es wohl nicht daran, mir fehlt die seele mit zwei e
http://www.gesundheit.de/ernaehrung/naehrstoffe/mineralstoffe-und-spurenelemente/selen-eigenschaften-und-zufuhr

Donnerstag, 10. März 2016

bilanz oder so

heute ist donnerstag (glaube ich zumindest)
ich bin seit über einer woche aus der irrenanstalt raus
mir geht's scheiße
tw (svv, suizid)

Dienstag, 8. März 2016

kindsein

und immer wieder dieser vorwurf. sie müssen für sich sorgen. da sind so viele kindliche anteile von ihnen präsent. seien sie doch mal erwachsen. um das vorweg zu nehmen, ich hab keine dis, aber auch ohne ist ziemlich viel kindergarten in mir drin. ich bin eigentlich sehr gerne kind, aber dann muss ich da wohl wieder mehr aufpassen. eigentlich mag ich keine rollen und erwachsensein fühlt sich noch sehr stark nach eine rolle an. kindsein ist so vertraut. das ist sicher, auch wenn ich mich ohnmächtig fühle. und irgendwie ist dissoziieren auch kindsein. meine therapeutin möchte mich am liebsten in eine tagesklinik stecken, weil ich ja alleine nichts geregelt bekomme. an sich schaffe ich es ja zu leben, aber wenn so viel unerwartetes zu erledigen ist, bin ich komplett überfordert. aber das zu sagen hat auch nicht so geklappt. und ich will unbedingt weiterstudieren. weiterkommen. nicht immer nur kranksein. also ist heute wieder angst überwinden und anrufen angesagt. erst bei der psychiatrischen ambulanz von der klinik wo ich war. vielleicht haben die ja einen platz für mich. und sonst eben bei dieser komischen terminvergabehotline. dann geht es weiter mit der krankenkasse. ich habe die therapie ja gerade erst angefangen und meine therapeutin will wissen, ob die krankenkasse überhaupt noch eine therapie zahlt zum jetzigen zeitpunkt.. ohne therapie bin ich verloren. was soll das nur werden. wenn die nicht zahlen, muss sie natürlich auch kein gutachten schreiben und ich bin in zwei wochen das letzte mal bei ihr.
(tw: svv, suizid, essen)

Montag, 7. März 2016

panik

ich habe angstangstangst. es hört einfach nicht auf. mir war heute morgen schon wieder so furchtbar schlecht. ich kann weder was essen, noch etwas trinken. das mit dem essen liegt an der angst. und trinken erlaube ich mir nicht. genausowenig wie die bedarfsmedikamente. so schlimm ist es jetzt ja auch nicht. und überhaupt. ich habe den ganzen scheiß doch verdient. ich bin mit dem gesamten zoo im arm eingeschlafen und auch wieder aufgewacht. meine lampe brannte die ganze nacht. ich bin so klein. so hilflos. mach doch bitte, dass es aufhört. ich kann das nicht mehr. zum klo habe ich es gerade noch geschafft. mir war so schwindlig. nicht umkippen, anna. bloß nicht umkippen. hat geklappt. ich habe mich wieder in mein bett gerettet. neun uhr. der wecker klingelt. wach bin ich schon seit sieben uhr, aber es ist auch keine wecker, dass ich aufstehen muss. die panik wird noch größer. ich muss da anrufen. ich muss. irgendwie. nach dem 100000. versuch komme ich endlich durch. natürlich nehmen sie gar keine patienten mehr im moment. was auch sonst. ich bekomme die krise. mir ist schon wieder kotzübel. ich kann keinen normalen satz herausbringen. die frau würgt mich ab. aber immerhin der tipp, dass es von der kassenärztlichen vereinigung eine telefonnummer gibt, die termine vermitteln, wenn es dringend ist. ich habe immer noch so eine riesige angst. habe es noch in der praxis versucht, die mir meine hausärztin aufgeschrieben hatte. keiner geht ran. dann ein merkwürdiges piepen. ich hatte so viel angst. hab aufgelegt. keine ahnung, ob das der ab war oder sonstwas. es ist zuviel. ich bin zuvielzuvielzuviel. und dann hat heute schon wieder irgendwer bei mir geklingelt. oder war es in der nachbarwohnung? ich habe keine ahnung. aber es macht die angst nicht besser. immer wieder rutsche ich in die dissoziation. für die zeit zwischen sieben und neun habe ich kaum erinnerungen. keine ahnung, was da los war. wahrscheinlich lag ich regungslos im bett. bewegen ging ja sowieso nicht bei dem schwindel. wann hört dieser mist endlich auf? wenigstens sehe ich heute nachmittag meine therapeutin wieder. ich hoffe so sehr, dass es was bringt. ich halte das so nicht mehr aus.

Samstag, 5. März 2016

heldin im zerstören

kann man da stolz drauf sein? oder besser: kann ich stolz darauf sein? auf die sache an sich nicht wirklich. ich habe innerhalb einer woche zwei kopfhörer zerstört. bei meinen guten fand ich das nicht ganz so lustig, aber ich habe die dinger auch locker schon 5 jahre, also dürfen sie auch mal den geist aufgeben. weil ich nichts besseres hatte, habe ich dann die superguten (ironie) kopfhörer vom weltspartag vor ein paar jahren genommen. dass die nicht den besten ton haben, war ja abzusehen. ich habe es jetzt aber geschafft, das ding, was man sich ins ohr steckt, abzureißen. irgendwie ist das kabel gerissen. herzlichen glückwunsch, anna. genau so macht man das. immerhin funtioniert die andere seite noch. in den nächsten tagen muss ich dann wohl oder übel mal neue besorgen. ohne musik ist bus- und bahnfahren nämlich noch anstrengender als eh schon.
ansonsten habe ich auch noch mehr dinge zerstört, wenn ich jetzt mal an die letzten drei oder vier wochen denke. ich habe meine tasche zerstört, weil der reißverschluss geklemmt hat und ich irgendwie an meinen schlüssel kommen musste. okay, eigentlich war es der merkwürdige typ im haus, der das gemacht hat, aber kaputt ist kaputt. eine woche später hatte ich dann ein loch im t-shirt, weil ich beim klettern an irgendwas hängen geblieben bin. ich habe merkwürdige strukturpaste auf meinem bild aus der einzigen ergostunde, die ich dort nicht haben will, aber der blöde ergotherapeut hat mich dazu gebracht. hoffentlich kann ich das noch irgendwie retten. als ich vor zwei wochen unter einer riesigen anspannung stand, habe ich von meiner lieblingsschwester in der klinik einen stressball aka. mit mehl gefüllten luftballon bekommen. nach zwei minuten war das ding dann leider geplatzt. entweder habe ich zu viel fingerkraft (klettern sei dank) oder der blöde ballon war tatsächlich schon spröde. dann kam meine teegeschichte von vorgestern, obwohl da ja nichts kaputt gegangen ist. und zu guter letzt habe ich mich auch selbst kaputt gemacht. was eine tolle aufzählung. aber worauf ich eigentlich hinaus will, ist die art, wie ich damit umgegangen bin. klar, ich komme mir dann auch vor wie das größte trampeltier. und ja, ich bin dann sauer auf mich selbst und habe das bedürfnis, mich zu bestrafen. aber es wird besser irgendwie. nach einer runde heulen war das mit der tasche okay, weil sie eigentlich eh schon alt ist und schon länger einige schönheitsfehler hat. die sache mit dem t-shirt war kein problem, aber da waren auch andere menschen dabei und dann heule ich sowieso nicht. die sache mit dem luftballon war mir schon irgendwie peinlich, aber als ich es dann der schwester gesagt habe, war auch mir klar, dass es total banal ist. und das, worauf ich wirklich stolz bin, dass ich bei den kopfhörern so ruhig geblieben bin. natürlich finde ich das nicht schön. das geld hätte ich mir gerne gespart, aber es ist jetzt so. und vielleicht ist es auch gut so. denn die alten hat papa mir geschenkt und je mehr ich solche dinge aus meinem leben verschwinden lassen kann, desto besser ist es. also ja, vielleicht ist es wirklich gut, dinge kaputt zu machen, um platz für neues zu schaffen. denn egal wie schlecht es mir im moment geht. irgendwo warten noch die marmeladenglasmomente auf mich.

Freitag, 4. März 2016

psychiater und telefone

hach ist das leben schön...nicht! da war ich also gestern bei meiner hausärztin und habe ihr den blöden kurzbericht aus der klinik gegeben. ich brauchte ja leider neue drogen. bis auf mein antidepressivum war das alles auch überhaupt kein problem. das ist nur sehr teuer und sprengt somit ihr budget. nach ein bisschen betteln, weil ich ja keinen psychiater habe, hat sie mir das ganze zumindest bis zum ende des monats verschrieben. wie großzügig. ich soll mir aber umgehend einen psychiater suchen. also frage ich einfach mal meine liebe freundin, bei wem sie ist. am liebsten würde ich das ganze ja lassen, weil ich so schreckliche angst vorm telefonieren habe. irgendwann heute morgen überwinde ich mich aber doch. sonst bekomme ich ja nie einen termin und wartezeiten sind ja allgemein schon ewig lang.. versuch nummer eins: mein handy behauptet, die nummer existiert nicht und will mich an die auskunft verbinden. versuch nummer zwei: merkwürdiges rauschen, dann ein freizeichen, nach einer minute wird der anruf beendet. ich war das aber nicht. versuch nummer drei: ein lauter knall, dann rauschen, freizeichen, anruf wird beendet. versuch vier: genauso wie drei. ich gebe es auf. keine ahnung wie ich das jemals hinbekommen soll. vielleicht weiß meine therapeutin ja einen rat oder hat beziehungen zu einem psychiater. ich schaffe das heute jedenfalls nicht mehr.

Donnerstag, 3. März 2016

Büroklammerntee

ihr denkt jetzt bestimmt, dass ich jetzt endgültig durchgeknallt bin. büroklammern und tee? hä, was will sie denn jetzt schon wieder? wenn ich nicht vor ein paar wochen meinen humor wiedergefunden hätte, wäre das bestimmt das ergebnis nach der klinik gewesen. aber eigentlich bin ich gar nicht so sehr durchgeknallt. nur ein bisschen, aber das war ich ja vorher auch. also die geschichte nahm gestern ihren lauf, als ich teefilter gekauft habe. ich war ganz glücklich, dass da so ein clipdings dabei war, da ich keins besitze. hat aber nicht lange angehalten, weil das blöde ding nämlich nicht hält. ich wollte aber trotzdem einen tee haben, also habe ich ganz praktisch den filter mit einer büroklammer zugemacht. das funktioniert wunderbar und kostet mich kein geld. so habe ich also gestern abend meinen tee getrunken und mich gefreut. bei losem tee ist nach einmal aufbrühen noch nicht das ganze aroma im wasser. also wollte ich heute morgen recyclen (schreibt man das so?) und habe nochmal ein bisschen wasser auf den schon benutzen teebeutel gegossen. ich habe mich meines lebens erfreut, saß mit meinem tee im bett und wollte videos schauen. dummerweise hab ich mich aber komisch bewegt und dann erstmal den tee über mein halbes bett gekippt. juhu, hoch lebe die tollpatschigkeit. ein fortschritt, ich hab mich nicht aufgeregt und auch keine dummen sachen veranstaltet wie sonst immer bei solchen kleinigkeiten. jetzt habe ich endlich einen grund, mein bett zu beziehen. das wollte ich eh schon längst machen. mein kissenbezug (nur der bezug nicht das kissen!), meine decke (und der bezug), das bettlaken, die matratze und meine hose sind jetzt also nass. was ein schöner start in den tag. ich habe keine lust auf hausarbeit und jetzt eigentlich erst recht nicht. aber gut, nehmen wir es mal so wie es ist. eigentlich klingt es doch ganz positiv. das chaos in meinem kopf hält für einen moment seine klappe und ich kann endlich das video ansehen.

Mittwoch, 2. März 2016

entkommen

ich bin wieder zuhause. endlich.
zum schluss war es wirklich nur noch ein zählen der tage und stunden.
die frau, von der ich dachte, sie sei therapeutin, ist nur psychologin. prinzipiell habe ich ja nichts gegen therapeuten in ausbildung. die in der letzten klinik war echt gut. aber diese dame hier war leider komplett unfähig. und gerade auf einer station mit persönlichkeitsstörungen erwarte ich eine gewisse professionalität und erfahrung. dazu habe ich noch erfahren, dass die frau mit einer guten freundin von mir zusammen studiert hat und wohl ne blöde kuh ist. auf jeden fall total inkompetent und unsicher. sie hat versucht, mir ne diagnose zu stellen. hat irgendwie nicht so ganz geklappt. erst hieß es, ich hab kein borderline, dann meinte sie, ich hätte es doch. am ende wurde das nochmal im team diskutiert und ich hab es doch nicht, weil ich noch so jung bin und mich so kindlich verhalte. alles klar?! soll mir egal sein, ich hab immer noch meine trauma diagnose und mal wieder ne depression. das ist ja nichts neues. meine freundin hat auch ne ausbildung in diagnostik und macht das alles nochmal ganz ausführlich mit mir. sicher ist sicher und ihr vertraue ich mehr als der klinik. wenn ich wollte, könnte ich ein komplettes buch über die zeit schreiben und das waren nur vier wochen.. allgemein, was die pfleger sich erlaubt haben, ging gar nicht. insgesamt mochte ich vier ganz gerne und zwei davon waren echt super. die haben mir mehr helfen können als diese möchtegern therapeutin. die wollte mir noch das studium ausreden. schulpsychologie soll ich studieren. da hab ich keinen bock drauf! ich bin froh, dass ich nie wieder in die schule gehen muss, da studiere ich das bestimmt nicht. ich habe mein traumstudium, auch wenn es sehr anstrengend ist momentan.

Träumer